• Lea

Finde deinen Stil

Entdecke deine eigene Stilwelt unabhängig von Trends


Der Titel eines Buches von Paul Smith lautet: «You can find inspiration in everything… and if you can’t look again». Wenn wir mit offenen Augen durch die Welt gehen, dann finden wir Impulse für unseren Stil und unser Leben an jeder Ecke.


Wir wiederholen diese Sätze wie ein Mantra immer wieder: Dein Stil kommt von innen. Er kann in keine Schublade kategorisiert werden und lässt sich nicht an Schaufensterpuppen oder an Modemagazinen finden. Dein Stil ist schon in dir. Und wir werden jetzt versuchen deinen Stil zu verstehen.


Wenn wir versuchen an unserem Stil zu arbeiten, suchen wir oftmals nach Stilvorbildern. Eine Frau im realen oder digitalen Leben, deren Stilgefühl wir bewundern. Wir versuchen ihren Stil zu kopieren und vielleicht ein bisschen zu adaptieren. Aber dennoch gelingt es uns nicht so wie ihr. Das ist ganz normal.


Natürlich können wir uns von anderen Outfits inspirieren lassen. Da spricht überhaupt nichts dagegen, aber wir stossen dabei immer wieder auf ein Problem. Denn uns gefällt nicht nur das Outfit und wie sie die Bluse so lässig geknotet hat. Uns gefällt die Stimmung, die von dem Bild ausgeht.


Wenn wir den Look für uns wirklich adaptieren wollten, müssten wir versuchen die einzelnen Elemente zu extrahieren und in unserem Stil wieder zusammenzusetzen. Das ist sehr schwierig und erfordert, dass wir unseren Stil sehr gut kennen. Wenn du aber erst am Anfang deiner Suche bist, wird dir das vermutlich nicht gelingen, weil du dich und deinen Stil noch nicht gut genug kennst. Deshalb arbeiten wir mit den Stilwelten. Wir versuchen in unserem Kurs Welten für dich zu erschaffen, in denen du dich wiederfindest und die auf den ersten Blick nicht unbedingt etwas mit Mode zu tun haben. Es sind Welten, die von fernen Kulturen, von spannenden Sportarten, von den Wundern der Natur, von faszinierenden Uniformen oder aus vergangenen Zeiten inspiriert sind.


So lernst du deinen Stil, der ja schon in dir steckt, wirklich kennen. Und irgendwann wird es dir gelingen einen Look für dich umzuwandeln. Denn wenn du deine Inspiration aus den ewigen Weiten des Meeres ziehst, wird du nicht einfach ein Kleid aus Meer anziehen können, wenn du verstehst, was ich meine. Du musst für dich verstehen lernen, was dich inspiriert und wieso. Welche Elemente ziehen dich an und wie setzt du das dann letztendlich in der Kleidung um? Wie kannst du es schaffen, dass dieses Gefühl, dass du beim Betrachten eines Bildes hast in deiner Kleidung umsetzen? Um auf Paul Smith zurückzukommen, müssen wir genau dort anfangen zu suchen, wo wir es nicht vermuten würden. Denn die Modemagazine und die ganzen wunderschönen und stilvollen Blogger helfen dir in diesem Moment noch nicht. Erst, wenn du deinen Stil gefunden hast, kannst du dich von deinen liebsten Influencern inspirieren lassen.

Also fangen wir an und suchen Stil über all dort, wo du es nicht vermutest.


Wir machen jetzt zusammen ein kleines Experiment. Nimm dein Handy oder sonstiges Gerät und öffne die Voice Memo App, also die App, die als Diktiergerät funktioniert. Und dann schliesse deine Augen. Lass den Tag und deine ToDo Liste los. Denk an eine schöne Erinnerung. Etwas, das dir direkt ein Lächeln auf die Lippen zaubert. Dies kann eine echte Erinnerung sein, zum Beispiel an deinen letzten Urlaub, an einen Museumsbesuch in der Ausstellung, die dich inspiriert hat, an die Bilder aus dem Bildband, den du zu Weihnachten bekommen hast. Es kann aber auch eine zukünftige oder Traum-Erinnerung sein. Wenn du an vergangene Zeiten denkst, zum Beispiel an die goldenen Zwanziger oder an die Zeit von Marie-Antoinette, vielleicht träumst du dich auch an einen weissen Karibikstrand oder auf den Mount Everest. Vielleicht denkst du an einen bestimmten Ort, vielleicht an ein Bild, vielleicht an einen Sport oder eine Veranstaltung. Vielleicht denkst du an vergangene Zeiten oder deinen Lieblingsfilm. Lass dir Zeit und nimm alle Gedanken mit deinem Handy auf. Welche Momente oder Erinnerungen, welche Gedanken zaubern dir ein Lächeln auf die Lippen?


Dann such dir ein Bild aus, das gerade am meisten mit dir resoniert. Schaue dir das Bild vor deinem inneren Auge genau an. Was siehst du? Beschreibe das Bild bis ins Detail. Was sind die entscheidenden Elemente? Auf welche Elemente könntest du auch verzichten? Was macht dieses Bild, dass du vor Augen hast aus? Welche Farben, Formen und Materialien siehst du? Wie ist das Licht? Ist es grell und kalt oder warm und weich? Ist es dunkel? Welche Geräusche hörst du? Versuche dein inneres Bild auf die Elemente herunterzubrechen, die essenziell sind. Ohne welche Elemente wäre dein Bild nicht mehr dasselbe? Und was ist nur unnötige Spielerei?


Wenn du zum Beispiel an das Meer denkst, dann schau dir die Tageszeit und das Wetter genau an? Steht die Sonne hoch am Himmel und brennt voller Hitze auf dich herab; geht sie gerade auf oder unter und lässt das Meer und den Himmel in alles Rot, Rosa und Lilatönen erstrahlen; ziehen Wolken auf; ist die Sonne überhaupt sichtbar; weht ein leichtes Lüftchen oder brennt die Sonne; stürmt es heftig, sodass dir Haare ums Gesicht wehen; fängt es an zu regnen; ist das Meer aufgewühlt und wild oder sanft und ruhig; hörst du leise wie das Meer rauscht, sind andere Menschen mit dir am Strand oder bist du an einer Steilküste; welche Farbe hat das Meer, der Himmel, die Umgebung. Ich glaube du siehst, dass ein Bild vom Meer bei jedem von uns anders aussieht. Genauso ist es auch mit dem Bild in deinem Kopf. Also lass das Meer los und gehe zurück zu dem Bild in deinem Kopf (ausser natürlich du hast ans Meer gedacht, dann bleib, wo du bist).


Jetzt hast du eine genaue Vorstellung von deiner Welt. Nun versuche diese zu visualisieren. Vielleicht greifst du zu Stift und Papier und zeichnest, was du gesehen hast. Vielleicht suchst du das Internet oder auch dein Fotoarchiv nach Bildern ab, die diese Welt für dich abbilden. Mache das was für dich am ehesten stimmt.


Wenn du die Bilder gefunden oder gezeichnet hast, überprüfe noch einmal, dass alles passt. Wenn du ein Bild aus dem Internet genommen hast und es nicht bis ins Detail passt, streiche Dinge durch oder übermale sie. Jetzt solltest du auf deine Zeichnung oder Bildersammlung schauen und es sollte ein Lächeln in deinem Gesicht stehen und dann weisst du, dass es für dich stimmt.


Jetzt schaue dir dein Bild genau an und versuche die Farben zu erkennen, die für das Bild wichtig sind. Dann schau nach den Materialien. Vielleicht sind sie bereits stofflich, vielleicht musst du sie für dich übersetzen. Auch Wasser, Stein, Holz und Beton lassen sich in Stoffen übersetzen.


Wenn wir zurückgehen zu dem Beispiel mit dem Meer, dann wären das jetzt vermutlich unterschiedliche Blautöne mit etwas Grau oder Grün, vielleicht etwas in Richtung Rot oder Lila, wenn du an einen Sonnenauf- oder -untergang denkst, vielleicht kommt noch etwas von der Umgebung hinzu dann vielleicht ein Grün oder Braun-Beige. Vielleicht glitzert die Sonne im Wasser oder die Wellen bilden weissen Schaumkronen. Auch das gehört dazu. Dann kommen wir zu den Materialien: Wir haben Wasser (glatt und klar oder wild und aufgebauscht) und dann möglicherweise Gras, Sand oder Steine, vielleicht auch Schwemmholz oder Dünengras, vielleicht auch den Stoff eines Sonnenschirms. Damit hast du die wichtigste Arbeit schon gemacht. Jetzt versuche zu überlegen, wie du diese Farben und Materialien in deinem Stil umsetzen kannst. Und schon hast du deine ganz eigene Stilwelt kreiert. Jetzt kannst du wieder an den Anfang gehen und von vorne alles durcharbeiten für deine nächste Stilwelt. Du kannst das ganze so oft machen, bis du alle deine Stilwelten zusammengetragen hast. Und denk immer daran, dass du Inspiration überall finden kannst und wenn nicht, dann sieh noch einmal genau hin.


Und weil wir dich unterstützen möchten, haben wir ein Template kreiert, dass du dir ganz einfach bei uns herunterladen kannst. Klick einfach hier --> https://connect.stil-moi.com/stilwelten und schon kannst du mit deinem ganz eigenen Stil durchstarten.

Wenn du die unsere Vorlage herunterlädst, freuen wir uns, wenn wir dein Ergebnis sehen. Tagge und dazu einfach auf Instagram mit #stilistinnen.



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