• Eva Jaussi

"Don't tell me there are rules." Lyn Slater

Es gibt Sätze, die wirken wie eine gute Anti-Aging-Crème. Kaum ausgesprochen, zeihen sie sofort ein. Und schon fühlt man sich irgendwie frischer. Gesünder. Schöner. Wie oft finden wir unterstützende


Worte für unsere Freundin, unsere Familie, oder Arbeitskollegen. Doch sagen wir diese Worte auch zu uns selbst?


Über die Kraft des Selbstvertrauens und das Glück der Freiheit.

Die Sache ist die, meine Damen. Sichtbarkeit hat alles mit unserer Einstellung, unserem Stil, unserer Umgebung zu tun und absolut nichts mit unserem Jahrgang! Positive, lebensfrohe Frauen sind niemals unsichtbar, ganz gleich, was das Geburtsdatum auf ihrem Führerschein aussagt.


Wenn wir "sichtbar" sein wollen, sollten wir mit dem "Unsichtbaren" beginnen. Das Gefühl, wichtig zu sein, Bedeutung zu haben und geschätzt zu werden, ist ein wichtiges Bedürfnis, das wohl eine jede von uns kennt. Wenn wir unserem inneren Dialog achtsam begegnen und unsere Gedanken bewusst steuern hin zu mehr Selbstliebe, verabschiedet sich nach und nach das Gefühl der Unsichtbarkeit oder Unzulänglichkeit. Wenn wir uns erlauben mit unserer Kleidung, unserer Frisur oder unseren Accessoires bewusst kleine Risiken eingehen, finden wir den Weg zurück in die wundervolle Sichtbarkeit.

Der Schlüssel zu unserem ganz individuellen Stil liegt darin, zu erkennen, wer wir sind! Wenn wir dies verinnerlicht haben, sind wir uns selbst BEWUSST und wir lieben, wer wird sind. Denn nur dann sind wir lebendig, charmant und anziehend.

Story of Uniqueness

Lyn Slater. Als die Uniprofessorin vor einigen Jahren während der New York Fashion Week mit einer Freundin zum Lunch verabredet war, bildete sich in kürzester Zeit eine große Traube an Menschen um sie herum. Die Streetstyle-Fotografen hielten Slater, die eine Vorliebe für japanische Designer wie Yohji Yamamoto und Rei Kawakubo hegt, für eine Größe in der Modeindustrie. Die Fotografen umringten sie, und sie wurde zu Ruhm und Ansehen katapultiert. Heute ist sie eine Influencerin - interessanterweise gehören die meisten ihrer über Follower zur jüngeren Generation.

Über die Reaktion der Menschen war Slater durchaus amüsiert, denn was andere über ihren Kleidungsstil denken, war ihr nie besonders wichtig. Kurz darauf erkannte sie aber, dass Mode ein wichtiges Ausdrucksmittel ihrer Kreativität ist. Lyn Slater, glaubt, dass Kleidung Einfluss darauf hat, wie man denkt, fühlt und handelt.

Sie hat sich von Anfang an für Mode interessiert. Sie besuchte eine katholische Schule und musste eine Uniform tragen. Das Ziel war, dass alle Schülerinnen gleich aussahen. Doch Lyn wurde sehr kreativ, um ihre Individualität auszudrücken. Die Art und Weise, wie sie das gemacht hat, ist ein großer Teil ihrer Lebensgeschichte: Sie durften keine Accessoires tragen, keinen Schmuck. Kein Make-up. Aber sie durften religiöse Medaillen, Rosenkränze und solche Dinge tragen... Also hat Lyn sie als Accessoires benutzt. So hat sie ihre Uniform mit verschiedenen religiösen Medaillen dekoriert. Sie legte sich Rosenkränze um den Arm wie einen Armreif. Hat ihr jemand gesagt, dass sie das nicht tun soll? Nein, weil sie es nicht konnten, denn sie hatten nicht gesagt, wie der Rosenkranz und die religiösen Medaillen zu tragen waren.


Das ist genau die Stelle, die man finden muss. In jeder Situation, in der du denkst, du hättest keine Macht, gibt es eine winzige Stelle, an der du Macht haben kannst, wenn du sehr, sehr genau hinschaust.

Sie nutzte ihre Kreativität aus innerhalb dieser engen Grenzen. Sie ging bis an die Grenzen dieser Linie. Das sei die Essenz ihres Lebens, sagt sie. Noch heute bewege sie sich immer noch in eher konservativen Kreisen und sie versuche immer genau die Linie zu finden, die formell genug und dennoch provokant sei.


Ladies, let’s think outside the box! Starten wir unsere eigene «Story of Uniqueness».


Love

Eva

29 Ansichten0 Kommentare

Stil

zum Frühstück