• Eva Jaussi

Die fesselnde Welt der Farben

Aktualisiert: 24. Aug 2021

Farbe ist eine universelle Sprache, die wir mit dem Herzen fühlen.


Farben wecken Erinnerungen, Gefühle und Eindrücke. Sie stimulieren unseren Verstand, Körper und Geist. Wir sehen sie, fühlen sie, riechen sie und wir tragen sie.


Denn Farbe ist für eine jede von uns eine zutiefst persönliche Erfahrung.

Farben spielen eine wichtige Rolle beim Kreieren unseres Kleidungsstils und beim Akzentuieren unserer Ausstrahlung. Farben sind kraftvolle visuelle Instrumente.


Deine Ausstrahlung auf andere wird unter anderem durch die Farben deiner Kleidung beeinflusst. Denn sie erlauben Rückschlüsse auf dein Wesen, dein Verhalten, und sind gleichsam eine Botschaft an deine Mitmenschen. Auch deine persönliche Stimmung wird durch die Farben deiner Kleidung stark beeinflusst. Um die Farben besser zu verstehen und ihre Magie für dich zu nutzen, haben wir für dich die wichtigsten Punkte zusammengefasst.


Die vier Grundeigenschaften der Farben


Jede Farbe wird bestimmt durch den Farbton, die Sättigung, die Helligkeit und die Temperatur.


#1 Farbton


Eine Spektralfarbe ist in jedem Farbton die intensivste, mithin die reinste Farbe. Die Spektralfarben Rot, Orange, Gelb, Grün, Blau und Violett werden als chromatisch (farbig) bezeichnet. Weiss, Schwarz und Grau werden als achromatisch bezeichnet, was "ohne Farbe" bedeutet. Im weiteren Sinne werden sie jedoch wegen ihrer visuellen und psychologischen Präsenz als Farben behandelt. Diese werden als achromatisch bezeichnet.


#2 Sättigung


Die Sättigung beschreibt die Intensität und Stärke einer Farbe; wie viel oder wie wenig Grau sie enthält. Je reiner eine Farbe, desto grösser ist ihre Sättigung.

Königsblau ist eine Farbe mit starker Sättigung. Je grauer und neutraler eine Farbe, desto geringer ist ihre Sättigung. Z.B. ist Hellblau eine Farbe mit schwächerer Sättigung.


#3 Helligkeit


Wie hell oder dunkel eine Farbe ist, hängt von der Lichtmenge ab, die der Farbton reflektiert.

Wenn Weiss hinzugefügt wird, ohne den Farbton zu verändern, spricht man von einer Farbe mit viel Helligkeit. Beispiel: Pink ist ein heller Farbton mit Weiss.

Wenn Schwarz hinzugefügt wird und eine Farbe abgedunkelt wird, ohne ihren Farbton zu ändern, spricht man von einer Farbe mit wenig Helligkeit. Beispiel: Weinrot ist ein dunkler Farbton mit Schwarz.


#4 Tonalität kalt oder warm


Farbe als seine Temperatur wahrgenommen wird. Als heiss oder kalt, als warm oder kühl, oder irgendwo dazwischen.

Wir nehmen Farben aufgrund unserer Assoziationen mit unterschiedlichen Temperaturen wahr. Rot, Orange und Gelb strahlen Wärme aus, da sie mit der Hitze des Feuers und der Sonne assoziiert werden, während Blau, Grün und Violett die Dinge abkühlen, da sie die Weiten des Himmels, des Meeres, des Laubes und des Weltraums widerspiegeln.

Unser Auge nimmt warme Farben stärker wahr als kühle. Allerdings kann eine lebhafte, reine, kühle Farbe visuell vorauseilen und eine subtile, vergraute, warme Farbe fast überwältigen. Je lebendiger die Farbtöne werden, desto mehr verändern sich auch ihre Persönlichkeit und ihre Aussagekraft.

Das Ändern der Untertöne einer Farbe kann die Temperatur ein wenig verändern. Je röter ein Violett ist, desto heisser und provokativer wird es; blaue Violette sind weniger sinnlich und meditativer. Gelbe Rottöne sind heisser als blaue Rottöne. Blaue Grüntöne sind so kühl wie die lagunenartigen Gewässer, die sie inspirieren, während erdige Gelbtöne genau das Gegenteil bewirken.


Sowohl die grüne als auch die violette Familie sind am anpassungsfähigsten an eine Temperaturänderung, weil sie die Lücke zwischen warm und kühl auf dem Farbrad überbrücken. Orange wird als die wärmste Farbe auf dem Farbkreis angesehen, während Blau als die kälteste angesehen wird.

Die psychologische Assoziation, also die persönliche Bedeutung, die wir für eine Farbe empfinden, kann oft stärker sein als der visuelle Eindruck.


Das Zusammenspiel dieser vier Eigenschaften verleiht einer Farbe ihren einzigartigen Farbton.



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