• Lea

All I want for Christmas is ME

Es sind nur noch wenige Tage bis Heiligabend. Auch, wenn ich immer noch nicht so richtig in Weihnachtsstimmung bin. Aber spätestens, wenn ich Heiligabend vor dem geschmückten glitzernden Baum stehe, kommt es. Weihnachten ist sowieso mit vielen Erwartungen verbunden: Die richtigen Geschenke zu bekommen und die richtigen ausgesucht zu haben, das perfekte Weihnachtsessen, die Familie ohne größere Streitigkeiten unter einen Hut zu bekommen und alle auf die eine oder andere Art irgendwie glücklich zu machen.


Meistens ist es jedoch so: Je mehr Stress wir uns im Vorfeld machen, desto weniger besinnlich wird das Fest der Liebe und am Ende sind alle nur froh, wenn es vorbei ist.

Eigentlich ist das doch völlig bescheuert. Jedes Jahr geraten wir in die gleiche Weihnachts-Achterbahn der alten Gewohnheiten und oftmals wären wir an einem ganz normalen Abend bei einem spontanen Zusammensein viel glücklicher und zufriedener. Also wieso machen wir uns dieses Jahr (in dem sowieso wieder alles anders ist als sonst) nicht einfach weniger Druck, streben nicht nach Perfektion und setzten uns Selbst in den Mittelpunkt.


Denn wenn die Dinge nicht so laufen wie geplant, und das ist an Weihnachten selten der Fall, geben sich vor allem die Frauen die Schuld, weil sie es nicht richtig gemacht haben, es nicht besser organisiert haben, nicht freundlicher waren oder die Situationen nicht anders gehandhabt haben. Wenn wir aber entspannt und mit einer gewissen Ruhe an die Sache herangehen, dann wird meist das Fest auch entspannter, auch wenn der Braten verbrennt, der Baum Flammen fängt und der Onkel Karl betrunken in den Schneemann fällt.


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Ich möchte dich heute daran erinnern, dass man nicht aus einem leeren Becher heraus geben kann, und trotz der zusätzlichen Hürden, mit denen wir derzeit zu kämpfen haben, ist es in diesem Jahr noch wichtiger, dafür zu sorgen, dass du dir selbst besonders viel Liebe und Aufmerksamkeit schenkt.


Sich Zeit zu nehmen, um nachzudenken, zu atmen und einfach nur im Moment zu sein, kann sehr kraftvoll sein. Deshalb möchte ich fünf Dinge mit dir teilen, die wie eine weihnachtliche Umarmung und eine Prise Glitzer für dich selbst sind. Genieß das Fest und erinnere dich an die Magie, die Weihnachten hatte, als wir noch Kinder waren.


#1 Der Weihnachtspullover

Natürlich muss der erste Punkt bei uns mit Kleidung zu tun haben... Du liebst Weihnachtssocken oder den Pullover mit dem HO HO HO Print? Dann trag ihn! Häng dir ein bisschen Lametta ins Haar, eine Dekogirlande um den Hals oder Weihnachtskugeln in den Ohren. Du hast das Gefühl, dass das lächerlich aussieht und so gar nicht zu deinem Stil passt (aber insgeheim gefällt es dir), dann sch**** darauf, was andere denken. Lache mit denen, die sich darüber lustig machen, denn lachen ist gut für die Seele. An Weihnachten (und im Übrigen auch sonst nicht) gibt es keinen modischen Fauxpas. Sei kreativ und hab Spaß an deiner Kleidung. Und wenn du Weihnachtspullover ganz bescheuert findest, dann findest du vielleicht Gefallen daran dich richtig herauszuputzen. Das schöne Glitzerkleid und die Lackleder Mary Janes haben es verdient, auch wenn du nur Zuhause bist. Trage das, was dich glücklich macht!


#2 Ein Gedankenwechsel

Durchbrich deine Gedankenmuster. Wenn diese kritische Stimme durch deinen Kopf flüstert: "Das hätte ich früher tun sollen", "Das hätte ich besser machen können" oder "Das kann ich nicht" und "Darin bin ich nutzlos".

Gönn' dir eine Pause und erkenne, dass du mit dem, was dir zur Verfügung steht, das beste daraus machen wirst. Wenn du das Gefühl hast, dass du anfängst, diesen Weg der Selbstzerfleischung zu beschreiten, dann halte kurz inne, atme tief durch und gib dir die Zeit, die Dinge in den richtigen Kontext zu stellen und deinen inneren Kritiker zu hinterfragen.

Weihnachten ist nur noch ein paar Tage entfernt, und um ehrlich zu sein, ist den meisten Menschen der ganze Firlefanz egal, denn sie wollen einfach nur mit den Menschen zusammen sein, die sie lieben, gut essen, viel trinken und viel lachen! Versuch dich auf die positiven Dinge zu konzentrieren, die diese Zeit des Jahres mit sich bringen kann, und sei dankbar dafür.


#3 Das Weihnachtsessen

In diesem Zusammenhang möchte ich dich daran erinnern, dass das Weihnachtsessen nur ein aufgemotztes Sonntagsessen ist. Mach dir also keinen Stress in der Küche und versuche nicht Martha Stuart zu beeindrucken. Koch etwas das du kennst und lass dich nicht unter Druck setzen. Du darfst die Zeit nutzen und dich außerhalb der Küche vergnügen.

Und niemand sollte an Weihnachten Kalorien zählen (auch sonst nicht, aber das nur nebenbei) oder auf das letzte Stück verzichten, nur weil du das Gefühl hast, dass du sofort ein paar Kilos zu nehmen wirst. Erstens wird das so schnell nicht passieren und zweitens: Wen kümmert es?! Weihnachten ist das, was du daraus machst.


Als Befürworterinnen einer positiven Körperwahrnehmung ist es mir und Eva sehr wichtig, dass du dich selbst akzeptierst, so wie du bist, und das erst recht an Weihnachten.

Genieß den Geschmack von Weihnachten, ohne Schuldgefühle, ohne dich dafür zu bestrafen, was du isst. Denn das Stück Baumkuchen, das du unbedingt essen willst, aber so verzweifelt versuchen zu widerstehen, ist nicht "unanständig", es ist ein Lebensmittel.

Die Sorge, "dünner zu sein" oder "Diäten nicht einzuhalten", taucht immer wieder beim Abendessen oder auf einer Party auf, weil wir uns in dieser Zeit des Jahres nachsichtiger fühlen (weil wir es uns gut gehen lassen), und dann schwören wir uns jedes Jahr zu Neujahr, ins Fitnessstudio zu gehen oder eine Diät zu machen, um unsere sogenannten Schwächen und unser schlechtes Verhalten zu korrigieren.


Ich habe gelernt, die Momente des Lebens mit viel mehr Akzeptanz gegenüber meinem Aussehen zu genießen und mir weniger Sorgen um mein Gewicht oder meinen Bauchumfang zu machen. Also, iss die Weihnachtsschokolade und genieße den Nachschlag beim Fondue (und ein Winterspaziergang schafft Ausgleich und lüftet den Kopf durch).


#4 Der Moment

Nutze die Zeit, um die kleinen Dinge zu schätzen oder sogar neue Traditionen zu schaffen. Es gibt für mich nichts Schöneres, als mit einem Glühwein in der Hand Geschenke einzupacken und dabei Single Bells zu schauen.

Wie auch immer deine Zeit für dich aussieht... es spielt keine Rolle, was es ist, das dich glücklich macht. Das kann eine ruhige Zeit mit einem Buch sein, ein Nickerchen vor dem Kamin, eine Gesichtsmaske, das Abspielen von Weihnachtsmusik oder das Anschauen deines Lieblingsweihnachtsfilms.

Tu es einfach! Es kann schwer sein, in diesem geschäftigen und ablenkenden Leben achtsam zu sein, aber nimm dir die Zeit und nutze deine Sinne.


#5 Teilen macht Freude

Ich vermute, dass du auch zu denjenigen gehörst, die Geschenke sortieren, dann einpacken, dann das Essen und die Getränke organisieren und dann zubereiten und kochen. Und das alles neben der Arbeit, dem Aufräumen und dem ganzen Rest. Warum delegieren wir dieses Jahr nicht ein bisschen? Es kann sich doch jemand anders um den Weihnachtsdrink, den Nachtisch oder das Anzünden der Kerzen kümmern.


Wir können auch die Lasten anderer teilen, indem wir ihnen helfen, für wohltätige Zwecke spenden oder Menschen einladen, unsere Gesellschaft, unser Essen und unsere kleinen Annehmlichkeiten mit uns zu teilen.


All diese Dinge sind zugegebenermaßen nichts Neues, aber es lohnt sich, darüber nachzudenken, wenn man wie ein kopfloses Huhn herumläuft oder den Lebenswillen über dem Weihnachtsbaum verliert. Schließlich war dieses Jahr wieder eine große Herausforderung und hat viele Dinge ins rechte Licht gerückt.


Und somit wünsche ich dir eine ganz entspannte Vorweihnachtswoche und ein wunderbares Weihnachtswochenende. Denk ein bisschen mehr an dich und die anderen werden es zu schätzen wissen.



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